1/14

Training / Life, Karnataka, Indien 2006/7, 2010/11, 2012/13, 2015/16

Das Leben am Strand in Indien, einen ganzen Winter lang, von November bis April, gehört zu den schönsten Zeiten meines Daseins. 2006 habe ich es erstmals ganz alleine gewagt. Ich war eingebettet in die indische Buntheit, habe viele fröhliche Gesichter gesehen und betörende Geräusche gehört -  am Strand lebt man ohne Autos, wie schön ist das. Ich habe gelernt in der Hängematte Geborgenheit in mir selbst zu finden und sehr regelmäßig gearbeitet: Morgens Yoga, dann Schwimmen, später Gitarrentraining, ganzheitliches Körpercoaching, Stimmtraining, abends beim Sonnenuntergang Tanzen am Strand (meist mit Jazz und Swing über die Kopfhörer) und des Nächtens Musiksessions mit Menschen aus der ganzen Welt in den verschiedensten Sprachen.

Fliegen ist schön, weil ich den Himmel liebe, aber Fliegen mit dem Flugzeug habe ich immer schon äußerst bedenklich gefunden. Deswegen kann ich nicht sagen, wann wir, ich und Indien, uns wiedersehen. Aber einmal in meinem Leben muss es noch sein. Es sind mir dort Wurzeln gewachsen. Ich will den Ort, wo ich immer war, und alle, die dazugehören, wiedersehen. Außerdem hab ich noch eine Kiste mit Utensilien von mir dort stehen und ich kann mich komischerweise nicht mehr erinnern, was ich da hinein gegeben habe.